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Ausbildungsgänge: Klientenzentrierte Gesprächsführung und Personzentrierte Beratung
Unter personzentrierter oder klientzentrierter Beratung verstehen wir ein Beratungsangebot, das sich in dem von Carl R. Rogers entwickelten personzentrierten Ansatz begründet und das im Rahmen sehr unterschiedlicher sozialer Berufsfeldern und ehrenamtlicher Tätigkeiten angewandt wird, wie z. B. in Psychotherapie, Pädagogik, Beratung, Sozialarbeit, Seelsorge, medizinischen Berufen.
Aus den Erfordernissen der Praxis verschiedener Anwendungsfelder wurden Konzepte und Methoden dieses Ansatzes differenziert, modifiziert und ergänzt. Entsprechend dieser Entwicklung wird ein dreistufiges Fortbildungsprogramm in personzentrierter Beratung angeboten :
I. Grundstufe: Klientenzentrierte Gesprächsführung ( 2 Jahre) .
II. personzentrierte Beratung, Aufbaustufe ( 1 Jahr).
III. personzentrierte Beratung, Oberstufe ( 1Jahr).
Ausbilder:
Michael Behr, Heinz-Joachim Feuerstein, Susanne Gorba-Klee, Thea Heiliö-Eberl, Jürgen Kraak, Hans-Jürgen Luderer, Reinhard Tausch, Susanne Vahrenkamp, Christian Wolf, Gastdozenten
Klientenzentrierte Gesprächsführung (Grundstufe der Beraterausbildung)
In der Grundstufe „Klientenzentrierte Gesprächsführung“ steht die Vermittlung der klientzentrierten Haltung im Mittelpunkt. Die Teilnehmer sollen im ersten Ausbildungsabschnitt die Methode aus Selbsterfahrung bei eigenen Klärungen und persönlichen Auseinandersetzungen kennenlernen, und sie sollen in der Lage sein, die personzentrierte Haltung im Rahmen ihres beruflichen Alltages, etwa in Beratungsgesprächen, einzunehmen.
In der Grundstufe der Beraterausbildung in der klientzentrierten Gesprächsführung werden folgende Inhalte vermittelt:
Theoretische Grundlagen
Die theoretischen und empirischen Grundlagen des klientenzentrierten Ansatzes werden vermittelt.
Insbesondere :
Psychologische Grundlagen
Persönlichkeitstheorie
empirische Ergebnisse über Prozesse und Wirksamkeit des klientzentrierten Ansatzes
Theorie der Änderung durch Gesprächspsychotherapie und klientzentrierte Beratung
Konzepte einer allgemeinen Psychotherapie und psychologischen Beratung
Ausbildung in Basiskompetenz des personzentrierten Ansatzes
Der Schwerpunkt der Grundstufe liegt in der Vermittlung von Basiskompetenzen zur Anwendung des personzentrierten Ansatzes:
Praktische Ausbildung zum Erwerb der Grundhaltung und Interventionen des personzentrierten Ansatzes anhand von Rollenspielen, Übungsgesprächen, Ton- und Videodemonstrationen.
Sensibilisierung für das Erleben der Klienten und für das eigene Erleben in der Beratung.
Adaption der Klientenzentrierten Gesprächsführung an jeweilige Tätigkeitsfelder der Kursteilnehmer
Anwendung bei verschiedenen Beratungsproblemen
Reflexion des Beratungs-Kontextes
Selbsterfahrung
Supervision
- Beobachtung und Reflexion der Interaktion zwischen Klient und Berater. Sensibilisierung und Differenzierung der Wahrnehmung für das Erleben des Klienten und für das eigene Erleben im Beratungsgespräch. Reflexion und Klärung von häufigen Inkongruenzen und inneren Konflikten, die Teilnehmer in Beratungssituationen erleben.
Zur Organisation der Ausbildung
Zulassungsvoraussetzung: Ausbildung und Berufstätigkeit in einem psychosozialen Bereich
Beginn: in der Regel jeweils im April und Oktober jeden Jahres
Organisation:
Diese Ausbildung wird durchgeführt. Die Ausbildungsgruppe trifft sich etwa einmal im Monat ganztags. Hinzu kommt ein Wochenendblock.
Umfang und Dauer:
Klientenzentrierte Gesprächsführung (Grundausbildung) dauert etwa 2 Jahre und umfaßt insgesamt 300 Unterrichtseinheiten
Zertifikat :
Nach erfolgreichem Abschluß erhalten die Teilnehmer das Zertifikat „Klientzentrierte Gesprächsführung“ des Stuttgarter Institutes.
Mit der abgeschlossenen Grundausbildung kann auch das Zertifikat „Klientzentrierte Gesprächsführung“ der Gesellschaft für wissenschaftliche Gesprächspsychotherapie (GwG) erworben werden.
Personzentrierte Beratung II und III ( Aufbau- und Oberstufe)
Ausbilder:
Michael Behr, Thea Heiliö-Eberl, Reinhard Tausch, Susanne Vahrenkamp, Gastdozenten
In der Aufbaustufe: „Personzentrierter Beratung“ soll insbesondere die Weiterentwicklung und Ergänzung des personzentrierten Ansatzes für verschiedene Beratungs-Bereiche vermittelt werden.
Insbesondere soll die Fähigkeit vermittelt werden, Hilfen anzubieten bei:
· Lebenskrisen
· Problemen in Partnerschaft und Familie
· Problemen im Zusammenleben mit Kindern und Jugendlichen
· Konfliktbewältigung
· Förderung der persönlichen Weiterentwicklung
· Klärung von Sinnfragen
· schwierigen Lebensentscheidungen
· Stressbewältigung
· belastenden Lebenssituationen, z.B. nach Trennung vom Partner, Tod eines Angehörigen, bei schweren Erkrankungen
· Gesundheitserziehung
Inhalte der Ausbildung:
Theorie
- Neuere Konzepte der klientzentrierten Störungslehre
- Differenzierung und Ergänzung des personzentrierten Ansatzes entsprechend den Aufgaben der unterschiedlichen Anwendungsbereiche
- Untersuchungen zur Effizienz, Wirksamkeitskontrolle
Ausbildung in verschiedenen Interventionstechniken und Methoden
Ergänzungen des personzentrierten Ansatzes entsprechend einem Verständnis, nach dem psychische Störungen und Beratungsanlässe verstanden werden als multidimensional bedingt. Und es wird davon ausgegangen, daß verschiedene Klienten - auch bei gleichen Problemen- von unterschiedlichen Methoden profitieren.
Dementsprechend werden unterschiedliche Formen der Interventionen vermittelt.
Supervision
Die während der Ausbildung durchgeführte Praxis in psychosozialer Beratung wird laufend und engmaschig supervidiert.
Die Interaktion zwischen Klient und Berater wird besonders vor dem Hintergrund kommunikationstheoretischer und beziehungsorientierter Konzepte des personzentrierten Ansatzes reflektiert.
Selbsterfahrung
Wie in der Grundausbildung besteht in der Gruppe die Möglichkeit, die vermittelten Methoden in der Selbsterfahrung kennenzulernen, sowie durch Klärung eigener kognitiver und emotionaler Prozesse die Kongruenz in der Beratungssituation zu erhöhen.
Ergänzt wird die Selbsterfahrung in der Gruppe durch eine Lehr-Beratung ( Einzelgespräche).
Zulassungsvoraussetzung
Ausbildung in Gesprächsführung oder Gesprächspsychotherapie (Grundkurs) oder Kindertherapie (Grundkurse) oder in einem vergleichbaren Ausbildungsgang
Zur Organisation :
Beginn : in der Regel jeweils Oktober jeden Jahres. Diese Ausbildung wird berufsbegleitend durchgeführt. Die Gruppe trifft sich etwa einen Tag Monat. Einzelne Ausbildungs-Elemente können auch im Baukastensystem über längere Zeit absolviert werden.
Die Ausbildungsteilnehmer können die Beraterausbildung II und III in Form von Modulen absolvieren: es können einzelnen Bausteine aus dem Institutsangebot über einen größeren Zeitraum zusammen gestellt werden.
Umfang und Dauer:
Die Ausbildung dauert ca.2 Jahre und umfaßt 300 Unterrichtseinheiten. Nach Einem Jahr und 150 Ausbildungsstunden kann der Abschluß Beratung - Aufbaustufe absolviert werden.
(Wenn Teilnehmer zwischen den einzelnen Modulen längere Pausen einlegen, dauert die Ausbildung entsprechen länger.)
Zertifikat:
Mit Abschluß der Zusatzausbildung und der Lehr-Beratung erhalten die Teilnehmer das Zertifikat:
„Personzentrierte Beratung (Oberstufe)“ des Institutes für Gesprächspsychotherapie und klientzentrierte Beratung - Stuttgart.
Weitere Informationen zur Ausbildung in Gesprächsführung und Personzentrierter Beratung
bei S. Vahrenkamp. Tel.: 07156-176495 am besten montags 14.00 – 16.30 Uhr
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