Das Institut IGB

Das Institut für Gesprächspsychotherapie und Personzentrierte Beratung Stuttgart     5

Ziele und Orientierung des Instituts

Das Institut für Gesprächspsychotherapie und Personzentrierte Beratung Stuttgart wurde 1995 gegründet. Es verfolgt das Ziel, die seit ca. 20 Jahren bestehenden Ausbildungen in personzentrierten, therapeutischen Methoden in der Region Stuttgart zu bündeln und zu stärken. Auch überregional begegnet unser Bildungsangebot einem Bedürfnis nach wissenschaftlich wie praktisch fundierten und anwendungsorientierten Kursen: Zahlreiche Kursteilnehmer kommen auch aus anderen Regionen oder dem benachbarten Ausland.

Das vom Institut vertretene Psychotherapiemodell gründet auf der personzentrierten Psychotherapie, deutsche Terminologie: „Gesprächspsychotherapie“. Es wird je nach Störungsbild bzw. psycho-sozialem Kontext verbunden mit kognitiv-behavioralem, lösungsorientiert-systemischen oder experientiell-transaktionsanalytischem Vorgehen. Am Institut wird so ein integratives, am Klientenbedürfnis orientiertes Konzept auf humanistischer Grundlage vertreten. Entsprechend sind die Leiter und viele Trainer des Institutes selbst in die Konzeptentwicklung und empirische Erforschung zur Wirksamkeit von Psychotherapie / Beratung eingebunden.

Heute zählt die Gesprächspsychotherapie und die personzentrierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie in der Bundesrepublik neben der Verhaltenstherapie, der systemischen Therapie und den psychodynamischen Therapien zu den vier großen Psychotherapieverfahren. Sie stellt mit das am besten beforschte Verfahren im Psychotherapie- und Beratungsbereich dar. Nach den Beschlüssen des wissenschaftlichen Beirats zum Psychotherapiegesetz kann die Approbation zum Psychologischen Psychotherapeuten nunmehr auch mit der vertieften Ausbildung in Gesprächspsychotherapie erlangt werden. Derzeit ist die Gesprächspsychotherapie als Zweitverfahren im Rahmen der Curricula zum Zusatztitel „Psychotherapie“ und im Rahmen der Weiterbildung zum Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie zum Facharzt für Psychosomatik und Psychotherapie zugelassen.

Die personzentrierte Beratung ist heute ein empirisch fundiertes und universales Verfahren in allen Bereichen der psychosozialen Beratung. Es gibt kaum einen professionellen Berater in Deutschland, der nicht eine Ausbildung in personzentrierter Gesprächsführung absolviert hat bzw. sich ihrer Grundprinzipien bedient.

Heil- und Sonderpädagogik: Die personzentrierten Interventionstechniken und die Prinzipien der Beziehungsgestaltung finden auch im Bereich der Beratung von Kindern-, Jugendlichen, Eltern und Familien, der Heil- und Sonderpädagogik sowie des Schul- und Erziehungswesens weite Verbreitung.

 

Hintergrund:

Carl Rogers entwickelte und erforschte als Professor für Psychologie seit den 40er Jahren an der Universität Chicago die personzentrierte Psychotherapie. In den folgenden Jahrzehnten verbreitete sich die personzentrierte Psychotherapie weltweit. Vor 40 Jahren brachten Anne-Marie und Reinhard Tausch das in den USA damals schon weitverbreitete Verfahren als „Gesprächspsychotherapie“ nach Deutschland. Sie initiierten empirische Forschungen und systematische Ausbildungen zur Gesprächspsychotherapie. Es gründete sich ein Bundesverband, die Gesellschaft für wissenschaftliche Gesprächspsychotherapie (GwG). So wurde auch in Deutschland dieses Verfahren in der Erwachsenen-, Gruppen-, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, im gesamten Bereich der psychosozialen Versorgung und des Schul- und Erziehungswesens etabliert.