Abstracts vormittags

Zeit

Großer Saal

Gartensaal

 

Luther-Zimmer

Melanchton-
Zimmer

9.15

Tagungseröffnung: Prof. Dr. Michael Behr

Grußworte

 

 

 

9.45

Prof. Dr. Jeanne Watson: Empathy, experiencing and meaning making as active ingredients of change: A comparison of Cognitive Behavioral Therapy and Process Experiential Therapy in the treatment of depression

Therapeutic empathy and client experiencing are recognized as active ingredients of change in client-centered therapy. Numerous studies have shown that the relationship conditions including therapist empathy and experiencing are significantly associated with positive outcomes in client-centered and humanistic psychotherapy (Klein et al, 1986; Watson, 2000). However fewer studies have investigated the role of empathy and experiencing in approaches other than humanistic. This paper will present data from a Randomized Clinical Trial conducted at the University of Toronto that compared cognitive-behavioral therapy and process-experiential psychotherapy in the treatment of depression (Watson, Gordon, Stermac, Steckley & Kalogerakos (2003). The specific change processes that occur in each will be presented and discussed and the role of empathy, experiencing and meaning making in facilitating change in both approaches will be examined. The data will highlight the differences and similarities between the two approaches. Treatment and research implications of the findings will be discussed.

Für nicht-englischsprachige Teilnehmer:

 

Prof. Dr. Reinhard Tausch:

 

Demonstration von Therapie-Videos

 

 

10.30

Kaffee - Pause

 

 

 

10.45

Prof. Dr. Reinhard Tausch: Welche seelisch-körperlichen Vorgänge in Patienten führen zu positiven Änderungen der Beeinträchtigungen in der Gesprächspsychotherapie? Empirische Befunde.

In der Allgemeinen Psychologie, Physiologie und Klinischen Psychologie liegen heute eine Anzahl wertvoller Befunde vor. Sie ermöglichen ein besseres Verstehen, wie es durch das Verhalten der Gesprächspsychotherapeuten gemäß Carl Rogers zu Vorgängen im Patienten kommt, z.B. Angstminderung (Desensibilisierung) sowie Zunahme realistischen Denkens in Schwierigkeitsbereichen, die oft erstaunliche Änderungen zur Folge haben. Es bestehen quasi gesetzmäßige Zusammenhänge zwischen Merkmalen des Therapeuten-Berater-Verhaltens und Vorgängen-Änderungen im Patienten. Erleichtert wird ferner die Einsicht, dass bei manchen Patienten zusätzlich weitere therapeutische Hilfen förderlich sind.

Dipl.-Psych. Michael Lux

Neurowissenschaftliche Perspektiven für den Personzentrierten Ansatz.

 

 

Abstract siehe unten

Prof. Dr. Michael Behr

Kinder und Jugendliche lernen Emotionale Kompetenzen – Programme zum Training von Empathiefähigkeit und deren Evaluation.

 

Abstract siehe unten

Dipl.-Psych. Peter A. Gasser

Personzentrierte Arbeit mit seelischen Ressourcen und deren Bedeutung.

 

 

Abstract siehe unten

11.30

Kaffee - Pause

 

 

 

11.45

Prof. Dr. Schulz von Thun: Beratung und Therapie mit dem Inneren Team.

Der Mensch ist mit sich selbst nicht ein Herz und eine Seele: Wer vor schwierigen Lebenslagen steht, hat immer (immer!) mehrere „Seelen in seiner Brust“. Oft ist genau dies der Grund, Beratung oder Therapie in Anspruch zu nehmen. Denn diese Seelen sind uneinig, z.T. sogar verfeindet. Dies führt zu Lähmungen, Blockaden, Unsicherheiten, Hin- und Hergerissen sein. Bei dieser allgegenwärtigen inneren Pluralität besteht aber die Möglichkeit, aus der Not eine Tugend zu machen: den zerstrittenen Haufen genau kennen zu lernen und als ein „Inneres Team“ zu begreifen. Dazu ist als erstes erforderlich, Kontakt zu bekommen zu (möglichst) allen inneren Stimmen, die sich zu einem Problem oder Lebensthema zu Worte melden. Aufseiten des Beraters/Therapeuten erfordert dies eine allparteiliche „pluralistische Empathie“. Die Beratungsmethode des Inneren Teams von Prof. Schulz von Thun ist personenzentriert, phänomenologisch (statt theoriegeleitet), arbeitet mit Visualisierungen und erlebnisaktivierenden Methoden. Ziel ist eine „innere Teamentwicklung“, themenspezifisch und auch generell.

 

 

 

Zeit

Gartensaal

Luther-Zimmer

Melanchton-Zimmer

10.45 – 11.30

Dipl.-Psych. Michael Lux

Neurowissenschaftliche Perspektiven für den Personzentrierten Ansatz.

 

Aufgezeigt wird die Kompatibilität neurowissenschaftlicher Konzepte mit Grundgedanken des Personzentrierten Ansatzes. Dies geschieht am Beispiel der Theorien von Antonio R. Damasio, der als einer führenden Vertreter der Neurowissenschaften gilt. Nach einer Erläuterung von Damasios Bewußtseinstheorie und dessen Theorie der somatischen Marker, werden diese Theorien in Beziehung mit Konzepten des Personzentrierten Ansatzes gesetzt. Anschließend werden daraus Verbindungen zur Inkongruenztheorie seelischer Gesundheit, den Grenzen organismischer Bewertungsprozesse sowie organismischer Resonanz als Aspekt der Therapeut-Klient-Interaktion abgeleitet. Auf das Potential der dargestellten neurowissenschaftlichen Theorien in Kombination mit theoretischen Konzeptionen des Personzentrierten Ansatzes für die Entwicklung eines integrativen Störungs- und Psychotherapiemodells wird abschließend hingewiesen.

 

Prof. Dr. Michael Behr

Kinder und Jugendliche lernen Emotionale Kompetenzen – Programme zum Training von Empathiefähigkeit und deren Evaluation.

 

Offenheit für Gefühle, in sich selbst und in andere hineinhören können, mit Gefühlen umgehen können -- In den letzten Jahren finden sich solche Ziele in Streitschlichter-Programmen, Gewaltpräventionsprogrammen und in der Stress- und Gesundheitsprävention. Empathie in sich selbst und in andere ist stets Bestandteil der Trainings. Zur Prüfung von empathiebezogenen Lernprozessen konzipierten wir für Grundschulen (Klasse 3 und 4), für Hauptschulen und für Realschulen (Klasse 7) verschieden lange Programme, um Methoden und Materialien zum Empathietraining im Rahmen eines Versuchsgruppen-Kontrollgruppen-Designs zu überprüfen. Wir stellen Unterrichtsmaterialien sowie Ergebnisse aus verschiedenen Outcome-Studien aus Grund-, Haupt- und Realschulen vor. Die Ergebnisse sind insgesamt ermutigend, bedürfen aber noch weiterer Differenzierung insbesondere in Hinblick auf die Messinstrumente für Empathie sowie bezüglich der hypothetisierten Zusammenhänge von Empathiefähigkeit und Sozialverhalten.

 

Dipl.-Psych. Peter A. Gasser

Personzentrierte Arbeit mit seelischen Ressourcen und deren Bedeutung.

 

Seelische Ressourcen, wie Lebensfreude, Selbstvertrauen, sind für unsere Entwicklungen und Beziehungen wichtig. Beim Tanzen erfahren wir Lebensfreude. Wenn wir uns wehren, wächst Selbstachtung. Eine Person leidet darunter, dass sie keine Geduld mehr hat. Durch jahrelange Überlastungen zu vieler Beratungsfälle hat sie die Geduld verloren. Mit gezielter Hinführung, sich an Situationen zu erinnern, als sie Geduld hatte, wird ihre Geduld durch aufsteigende Bilder neu belebt. Die Person ist wieder im Kontakt mit der früher erfahrenen Geduld. Wenn wir von belastenden Gefühlen überwältigt werden, sind das Hinweise für ein Trauma. In der Therapie können wir uns mit diesem Zustand identifizieren. Dabei erinnern wir uns an jene Bilder, die mit der traumatisierten Erfahrung verbunden sind. Beim Betrachten dieser Bilder können wir sehen, welche Ressourcen wir gebraucht hätten, um nicht traumatisiert zu werden. Durch Aufbauen dieser Ressourcen und das Betrachten der alten Bilder, die sich mit den gewonnenen Ressourcen verändern, wird das Trauma überwunden.

Mittagspause: 13 bis 14 Uhr