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10.45 – 11.30
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Dipl.-Psych. Michael Lux
Neurowissenschaftliche Perspektiven für den Personzentrierten Ansatz.
Aufgezeigt wird die Kompatibilität neurowissenschaftlicher Konzepte mit Grundgedanken des Personzentrierten Ansatzes. Dies geschieht am Beispiel der Theorien von Antonio R. Damasio, der als einer führenden Vertreter der Neurowissenschaften gilt. Nach einer Erläuterung von Damasios Bewußtseinstheorie und dessen Theorie der somatischen Marker, werden diese Theorien in Beziehung mit Konzepten des Personzentrierten Ansatzes gesetzt. Anschließend werden daraus Verbindungen zur Inkongruenztheorie seelischer Gesundheit, den Grenzen organismischer Bewertungsprozesse sowie organismischer Resonanz als Aspekt der Therapeut-Klient-Interaktion abgeleitet. Auf das Potential der dargestellten neurowissenschaftlichen Theorien in Kombination mit theoretischen Konzeptionen des Personzentrierten Ansatzes für die Entwicklung eines integrativen Störungs- und Psychotherapiemodells wird abschließend hingewiesen.
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Prof. Dr. Michael Behr
Kinder und Jugendliche lernen Emotionale Kompetenzen – Programme zum Training von Empathiefähigkeit und deren Evaluation.
Offenheit für Gefühle, in sich selbst und in andere hineinhören können, mit Gefühlen umgehen können -- In den letzten Jahren finden sich solche Ziele in Streitschlichter-Programmen, Gewaltpräventionsprogrammen und in der Stress- und Gesundheitsprävention. Empathie in sich selbst und in andere ist stets Bestandteil der Trainings. Zur Prüfung von empathiebezogenen Lernprozessen konzipierten wir für Grundschulen (Klasse 3 und 4), für Hauptschulen und für Realschulen (Klasse 7) verschieden lange Programme, um Methoden und Materialien zum Empathietraining im Rahmen eines Versuchsgruppen-Kontrollgruppen-Designs zu überprüfen. Wir stellen Unterrichtsmaterialien sowie Ergebnisse aus verschiedenen Outcome-Studien aus Grund-, Haupt- und Realschulen vor. Die Ergebnisse sind insgesamt ermutigend, bedürfen aber noch weiterer Differenzierung insbesondere in Hinblick auf die Messinstrumente für Empathie sowie bezüglich der hypothetisierten Zusammenhänge von Empathiefähigkeit und Sozialverhalten.
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Dipl.-Psych. Peter A. Gasser
Personzentrierte Arbeit mit seelischen Ressourcen und deren Bedeutung.
Seelische Ressourcen, wie Lebensfreude, Selbstvertrauen, sind für unsere Entwicklungen und Beziehungen wichtig. Beim Tanzen erfahren wir Lebensfreude. Wenn wir uns wehren, wächst Selbstachtung. Eine Person leidet darunter, dass sie keine Geduld mehr hat. Durch jahrelange Überlastungen zu vieler Beratungsfälle hat sie die Geduld verloren. Mit gezielter Hinführung, sich an Situationen zu erinnern, als sie Geduld hatte, wird ihre Geduld durch aufsteigende Bilder neu belebt. Die Person ist wieder im Kontakt mit der früher erfahrenen Geduld. Wenn wir von belastenden Gefühlen überwältigt werden, sind das Hinweise für ein Trauma. In der Therapie können wir uns mit diesem Zustand identifizieren. Dabei erinnern wir uns an jene Bilder, die mit der traumatisierten Erfahrung verbunden sind. Beim Betrachten dieser Bilder können wir sehen, welche Ressourcen wir gebraucht hätten, um nicht traumatisiert zu werden. Durch Aufbauen dieser Ressourcen und das Betrachten der alten Bilder, die sich mit den gewonnenen Ressourcen verändern, wird das Trauma überwunden.
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