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Luther-Zimmer
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14.00 – 15.20
Je 80 Minuten, konsensual auf 90’ verlängerbar.
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Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Luderer: Gesprächspsychotherapeutisch e Psychoedukation.
Die Psychoedukation hat sich in den letzten Jahren zu einem nicht mehr wegzudenkendem Bestandteil der Behandlung Schizophreniekranker entwickelt. Die positiven Erfahrungen bei der Behandlung dieser Patientengruppe führten zur Ausweitung des psychoedukativen Ansatzes auf zahlreiche andere psychische Störungen. Unter dem Begriff der Psychoedukation werden systematische didaktisch - psychotherapeutische Interventionen zusammengefasst, die dazu geeignet sind, Patienten und ihre Angehörigen über die Krankheit und ihre Behandlung zu informieren, das Krankheitsverständnis und den selbstverantwortlichen Umgang mit der Krankheit zu fördern und sie bei der Krankheitsbewältigung zu unterstützen. Die Empathie ist ein zentraler Bestandteil des gesprächspsychotherapeutisch en Vorgehens. In der Psychoedukation bedeutet Empathie das Eingehen auf krankheitsbezogene Aspekte des inneren Erlebens. Im Workshop soll typisches inneres Erleben bei verschiedenen psychischen Störungen dargestellt werden. In Rollenspielen sollen anschließend die Grundprinzipien des gesprächspsychotherapeutisch en Vorgehens im Rahmen der Psychoedukation demonstriert und trainiert werden.
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Dipl.-Psych. Doris Schmider: Beratung im Cyberspace - Online-Beratung für Jugendliche.
Die sogenannte @-Generation bewegt sich im virtuellen Raum der neuen Medien sehr selbstverständlich. Jugendliche machen sich die Medien zunutze für Spiel, Lernen und Kontakte. Um diese neue Generation auch hilfreich erreichen zu können bestehen neue Angebote per Internet, Email, Chat, SMS, etc... Einige Angebote sollen vorgestellt werden. Welches sind die Gemeinsamkeiten, welches sind die Unterschiede der Beratung online oder face-to-face? Welches Potential steckt in dieser neuen Beratungsform? Ist eine (heilende) Beziehung möglich übers Internet? Wieso eignet sich der PCA-Ansatz ganz besonders für die Online-Beratung? Braucht es Zusätze? Wo sind die Grenzen der virtuellen Beratung: Ist ein beraterischer oder therapeutischer Prozess möglich mit einem auf das Verbal-Schriftliche begrenzten Kontakt? Was ist dabei zu beachten, was zu vermeiden? Seit kurzem bestehende Richtlinien für dieses neue Tätigkeitsfeld der Beratung werden vorgestellt. Nach einer theoretischen Einführung können anhand eines Beispiels die schriftliche Form der Beratung ausprobiert und die Erfahrungen diskutiert werden.
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Prof. Dr. Jeanne C.Watson: Coming into the light: Transforming grief
This presentation will demonstrate how to work with depression and grief using an emotionally focused approach to psychotherapy (Elliott, Watson, Goldman & Greenberg, 2004; Watson & Kennedy-Moore, 1999). A model of emotional expression that emphasizes the role of emotional arousal, the labeling, reflection and expression of emotion to resolve unresolved feelings of grief will be presented. The model will be illustrated by a case study of a client in his late fifties who was treated for depression, and who was struggling with unresolved feelings of grief towards his mother who had died when he was an adolescent. The impact of these early experiences will be explored. The specific client and therapist processes, including measures of clients’ emotional processing and the therapeutic relationship, that lead to resolution of the clients’ grieving process will be highlighted and discussed. The process will be illustrated with video recordings of the sessions.
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Dipl.-Soz.Päd. Helmuth Beutel: Für eine personzentrierte Unternehmenskultur: Coaching.
Erste Anzeichen für einen Wandel der Werte in der Leitungs- und Führungskultur, sowohl in den gewinnorientieten als auch in den gemeinnützigen Unternehmen, werden erkennbar. Die in den letzten Jahrzehnten praktizierten Managementmethoden erreichen kaum die vorgegebenen und angestrebten Ziele (lediglich zu einem Drittel) und schädigen häufig Menschen und Unternehmen . Sie verleugnen bisher oftmals tragende Wertauffassungen. Die neue, hoffnungsvolle Sichtweise: "Die Person als Mittelpunkt der Wirklichkeit" (Carl R. Rogers), fördert wesentliche Änderungen im Wertesystem der Unternehmen. Die Verantwortlichen brauchen dabei unsere Unterstützung, für neue Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten, die sich auf den Menschen zentrieren, sei er Mitarbeiter, Kunde oder Konkurrent. Coaching ist gefragt. So kann die derzeitige Leitungs- und Führungskrise den Weg öffnen für eine personzentrierte Unternehmenskultur. Die Chance.
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Dr. Michael Halhuber-Ahlmann & Dipl.-Psych. Sylvia Rasch-Owald: Personzentrierte Psychotherapie mit Gewalt- und Sexualstraftätern.
Die psychotherapeutische Arbeit mit Gewalt- und Sexualstraftätern erfordert spezifische Kenntnisse und Fertigkeiten, die auch die Rahmenbedingungen einer zwangsweisen Unterbringung und einer totalitären Institution für die Klienten berücksichtigen müssen. Der personzentrierte Ansatz bietet hierbei Vorzüge aber auch Probleme. Kongruenz des/der und (Nicht-) Bewertung durch den/die TherapeutIn sind in diesem Zusammenhang besonders brisante Themen und sollen vor dem Hintergrund der eigenen Erfahrungen reflektiert werden. Wie kommt der eigene Bezug zu Gewalt und Sexualität in der therapeutischen Arbeit zum Tragen? - Diese und andere Fragen sollen selbstkritisch beleuchtet werden.
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Elisabeth Herr: Personzentrierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie. - Interaktion über Spiel und Spielzeug.
Im Spielzimmer soll das Kind Raum und Unterstützung haben um sich selbst zu explorieren. Zusätzlich bildet die Erfahrung einer personzentrierten Interaktion innerhalb eines Spielprozesses mit der Therapeutenperson eine besonders förderliche Erfahrung. In diesem Prozess beantwortet der Erwachsene die Aktionen des Kindes durch seine eigenen Spielhandlungen, ohne zuweit vor (direktiv) oder zu weit hinter das Kind (laissez faire) zu geraten. Im worshop will ich diverse Techniken demonstrieren, wie verbal und nonverbal Antworten auf das kindliche Spielverhalten in verschiedenen Spielarten gegeben werden können (z.B. Rollenspiel, Konstruktionsspiel, ...). Was heißen Authentizität, Wertschätzung und Empathie, wenn die Sprache des Kindes interaktionelle Spielhandlungen mit dem Therapeuten sind. Der workshop ist erfahrungsorientiert und die Teilnehmer sind eingeladen, selbst Spiel-Interaktionen zu praktizieren.
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15.20 – 15.45: Kaffee-Pause
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Großer Saal
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Kleiner Saal
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Gartensaal
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Konferrenz- Zimmer
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Luther-Zimmer
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Melanchton- Zimmer
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15.45 – 17.05
Je 80 Minuten, konsensual auf 90’ verlängerbar.
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Prof. Dr. Renate Motschnig: Personzentrierte Kommunikation für die Führungskräfte von morgen.
Eine Umfrage im Management von Unternehmen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien brachte zu Tage, dass soziale Kompetenz und Teamfähigkeit die Liste der Anforderungen an Uni-Absolventen anführen. Dies erscheint naheliegend bedenkt man, dass moderne Projekte nur noch in Teams bewältigbar sind und hier die Fähigkeit, andere Teammitglieder zu verstehen, als essentiell notwendig spürbar und auch motivierbar ist. In diesem Beitrag geht es um die Vorstellung, Diskussion, Beforschung und mögliche Erweiterung sowie Verbreitung des Einbringens Personzentrierter Kommunikation und darauf basierter Teamarbeit in die akademische Lehre. Wir beobachten, dass der wissenschaftliche Nachwuchs von heute hoch motiviert ist, förderlich zu kommunizieren und wollen uns dazu austauschen, welche Möglichkeiten sich daraus auf die Entwicklung einer Unternehmenskultur auf Basis einer personzentrierten Seinweise ergeben.
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Prof. Dr. Klaus Fröhlich-Gildhoff: Personzentrierte Psychotherapie mit Jugendlichen.
In dem Beitrag werden zunächst die Besonderheiten des Aufwachsens von Jugendlichen in den Bedingungen der ‚Postmoderne’ betrachtet. Anschliessend wird auf die Spezifika der Psychotherapie mit Jugendlichen – Haltung, Setting, Methoden, Bezugspersonenarbeit – eingegangen; dabei soll analysiert werden, ob es so etwas wie eine besondere Personzentrierte Jugendlichentherapie gibt.
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Dr. Gerhard Stumm: Aggression aus personzentrierter Sicht.
Das Phänomen Aggression ist im Personzentrierten Ansatz nicht eigens konzeptualisiert. Dies gilt für die grundlegende personzentrierte Theoriebildung, wonach Aggression am ehesten im Rahmen der Aktualisierungstendenz zum Tragen kommt, für die Störungslehre und die Therapietheorie und –praxis. Die personzentrierte Literatur dazu ist spärlich (z. B. Gutberlet, 1989, 2003; Ehrmann, 1992; Schmid, 1995; Biermann-Ratjen, 1998). In Anbetracht ihrer Relevanz in vielerlei Hinsicht und gemessen an anderen psychotherapeutischen Ansätzen erscheint die Auseinandersetzung damit jedenfalls unterbelichtet. Der Workshop versteht sich als Gelegenheit, Aggression in ihrer Begrifflichkeit und in ihren Funktionen zu erörtern und dabei die Angemessenheit des humanistisch geprägten Menschenbildes (Rogers 1957b, 1961) auch angesichts eigener Erfahrungen zu reflektieren und zu diskutieren. Auch das Zerrbild des/der sanften, immerzu wertschätzenden und verständnisvollen bzw. darum bemühten (mitunter aggressionsgehemmten) Personzentrierten Psychotherapeuten/in sollte Anlass bieten, sich dieser Fragestellung zuzuwenden. Nicht zuletzt ist auf die spezifische Beachtung in der psychotherapeutischen Praxis einzugehen, wie Aggressionen positiv beachtet und verstanden werden können.
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Dipl.-Psych. Monica Gundrum: Selbstenthüllung als wichtiges Instrument des Therapeuten bei der Arbeit mit der Hier-und-jetzt Interaktion.
Wenn Klienten maladaptive Szenarien in der Beziehung mit ihrem Therapeut kreieren, ist es die Aufgabe des Therapeuten, diese Muster deutlich werden zu lassen, indem er die Hier-und-jetzt Interaktion zwischen Therapeut und Klient exploriert. Hierbei werden vier Phasen unterschieden: 1. Empfangen: Der Appell des Klienten wird durch den Therapeuten registriert. 2. Sich Lösen: der Therapeut versucht, loszukommen von der interaktionellen Matrix. 3. Verarbeiten: Der Appell des Klienten wird durch den Therapeuten verarbeitet. 4. Metakommunizieren: Das Beziehungs-Problem wird auf der Meta-Ebene angesprochen. Was Therapeuten hierbei oft besonders schwer fällt, ist die Selbstenthüllung ihrer negativen Gefühle bezüglich des Klienten (z.B. Langeweile, Abneigung, Irritation…). In diesem Workshop werde ich zu allen Phasen Übungen geben (u.a. Bewusstseins-Übung, Video, Rollenspiel…), in denen die notwendigen Fertigkeiten eingeübt werden.
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Prof. Dr. Maria Molicka: The use of Fairy Tales for Therapy and Support of young children.
The use of fairy tales is part of bibliotherapy. My definition of bibliotherapy is that it is one method of psychotherapy in which literature interacts with the cognitive process of the individual to create an image of the self and the world. The tasks of this method are three fold: 1/-to build personal resources, 2/-to give support in time of emotional distress, 3/-to modify the individual’s responses. There are three kinds of fairy tale use: a/- for relaxation, b/-for psychoeducational purposes, c/- for psychotherapeutic use. In this presentation I will speak only about psychotherapeutic fairy tales, and deal with their three central aspects; definition, role and function, audience. I will show how important this form of therapy is in helping children aged between 4-9 age to create new views of their problems and express their feelings whilst compensating for unsatisfied needs.
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Prof. Heijo Feuerstein & Susanne Vahrenkamp: Entscheidungsbegleitung: ein experientieller Ansatz für Therapie und Beratung.
In vielen Psychotherapie- und Beratungssituationen spielen implizite und explizite Entscheidungsprozesse eine wichtige Rolle. Entscheidungsprobleme wie quälende Unentschlossenheit, lähmende Angst vor fehlerhaften Entscheidungen, nicht „wissen was man eigentlich will“, innere Unklarheiten, Konflikte, innere Blockierungen sind häufige Erscheinungen in Psychotherapie und Beratung. In diesem Workshop werden wir zunächst einige Bedingungen für die Entstehung von blockierten Entscheidungsprozessen skizzieren. In der darauf folgenden Demonstration werden wir anhand eines Beispiels systematisch die Schritte und Interventionen einer Methodik vorstellen, die auf der Basis Focusing-orientierter Prozessbegleitung Klienten helfen kann, Entscheidungen sicherer, stimmiger und handlungsrelevanter zu entwickeln.
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17.05 – 17.30 Uhr: Kaffee-Pause
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Zeit
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Großer Saal
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Kleiner Saal
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Konferrenz- Zimmer
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Luther-Zimmer
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Melanchton- Zimmer
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17. 30 – 18.50
Je 80 Minuten, konsensual auf 90’ verlängerbar.
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Prof. Dr. Klaus Heinerth: Heilende Begegnung.
Begegnungen sind die konkreten Elemente einer Beziehung und nicht notwendig verbal. Sie können um so empathischer (heilender) sein, je differenzierter das Modell der Symbolisierung und der Selbstexploration ist. Eine Erweiterung der Theorie von Rogers (1957) erlaubt eine tieferes Verstehen des Klienten in seinem so gewachsenen inneren Bezugsrahmen: - nach Art der Symbolisierungsstörung (die Symbolisierung von Erfahrungen kann versperrt, verzerrt, zerstört, oder gehemmt sein, so dass Worte allein den Klienten nicht erreichen können und zunächst andere Formen der Begegnung gefunden werden müssen), und - nach Art des Verlustes (unabänderliche Schicksalsschläge oder persönliche Herausforderungen erfordern andere Formen der kathartischen Verarbeitung: Weinen oder Wüten). Es werden angemessene Interventionen theoretisch abgeleitet und praktisch erörtert. Das Primat der Verbalisierung emotionaler Erlebnisinhalte wird differenziert und neu begründet.
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18.10 Uhr: Prof. Dr. Robert Hutterer: Optimale Individualisierung - Personenzentrierte Praxis zwischen selektiver und adaptiver Indikation.
Die Forschung bescheinigt der Gesprächspsychotherapie ein außerordentlich breites Indikationsprofil und zeichnet sie als eine wirksame Behandlungsmethode für viele klinisch relevante psychische Störungen aus. Diese "gute Nachricht aus der Welt der Forschung" wird oft fälschlicherweise derart verstanden, dass man sich auf Grund der breiten Anwendbarkeit und Wirksamkeit als Praktiker die Indikationsfrage ruhig sparen kann. Aber gerade beziehungsorientierte Psychotherapieformen wie die Gesprächspsychotherapie sind auf differentielle Strategien adaptiver und selektiver Art angewiesen, da das Potential der therapeutischen Förderung durch den individuellen Praktiker immer biographiebedingt begrenzt ist. Der praktische Erfolg und die therapeutische Produktivität hängen von der optimalen Individualisierung des personenzentrierten Behandlungs- und Beziehungsangebotes ab. Ein wesentliche Teil dieser optimalen Individualisierung ereignet sich in den "nicht-determinierbaren Zonen" therapeutischen Handelns. Die daran beteiligten Prozesse sind implizit, hochindividuell und personengebunden: Soziale Resonanz, laufende Interaktionsabstimmung, wechselseitige "Ansprechbarkeit", Stil- und Fehlertoleranz auf Seiten des Klierten sowie intuitive Qualitätskontrolle auf Seiten des Therapeuten gehören zu diesen Prozessen, die in dem Referat diskutiert werden.
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Dipl.-Psych. Carola von Zülow: Trennungsangst und soziale Unsicherheit bei Kindern.
Störungsspezifische Modelle und Handlungs-konzepte sind ein Teil unserer therapeutischen Fachkompetenz. Sie helfen uns, die Beziehungs- und Entwicklungsbedürfnisse eines Kindes besser zu verstehen und gezielter therapeutisch zu handeln. In einer Arbeitsgruppe haben Kinder- und Jugend-lichenpsychother apeuten ein person-zentriertes Modell zur Genese von Angststörungen bei Kindern und Jugendlichen und entsprechende Handlungsleitlinien für die therapeutische Arbeit mit ängstlichen Kindern und die begleitende Elternarbeit entwickelt. Dies möchte ich in dem Workshop vorstellen und über meine Erfahrungen bei der Beratung von Eltern und der Therapie von Kindern mit Trennungsangst und sozialer Unsicherheit berichten. Dabei können typische therapeutische Situationen über Rollenspiele demonstriert werden.
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Dr.Greet Vanaerschot: It takes two to tango. - On the healing effects of empathy on clients suffering from personality disorders.
In the ambulatory psychotherapy practice, clients with a so-called fragile manner of experiencing are frequently applying for treatment. According to DSM-IV, these clients are often diagnosed as borderline and narcissistic personality disorders. The combined attention for intrapsychic and relational aspects, as well as the client-attuned balance between challenge and validation, makes the empathic interaction-offer of the client-centered therapist a pre-eminently suitable treatment for these problems. Healing takes place through the client experiencing, taking part in and co-creating a more complete relationship with another person and with himself as well as through a process of co-construction of meaning. These processes are understood and differentiated in the light of Daniel Sterns theory of the senses of the self.
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Dr. phil. Dipl.-Psych. Frank Ruwwe: Klientzentriertes Gruppenpsychotherapie-Programm für Personen mit Anpassungsstörung (F43.2) nach Trennung/Scheidung vom Partner, eine Effektuntersuchung.
Trennung und Scheidung vom Partner ist ein belastendes Lebensereignis, dass zunehmend häufiger vorkommt. Betroffenen Personen können kaum Therapieangebote gemacht werden, die spezifiziert und wissenschaftlich überprüft sind. In der Effektuntersuchung wurde die klientzentrierte Gruppenpsychotherapie zu einem Kurztherapie-Programm ergänzt durch Informationen, Entspannungsverfahren und einer entspannten Visualisierungsübung der vergangenen Partnerschaft. 60 Frauen und Männer im Alter zwischen 28 und 50 wurden mit bewährten Fragebogen zu vier Messzeitpunkten untersucht. Die unbehandelte Wartezeit diente zur Kontrolle des Behandlungseffektes (Eigenwartegruppe). Die Untersuchungspersonen zeigten im Verlauf des Untersuchungs-zeitraumes zunehmend mehr Lebenszufriedenheit, Selbstwertschät-zung und Leistungsfähigkeit sowie Verringerung von Gehemmtheit, Emotionalität, Einsamkeit und allgemeinen Problembelastung. Der Eigenwartegruppenvergleich ergab in den meisten Skalen schwache bis mittlere Effektstärken. Das Gruppentherapie-Programm kann aufgrund der günstigen Änderungen der Untersuchungspersonen als ein psychotherapeutisches Angebot für durch Trennungen ausgelöste Belastungssituationen angesehen werden.
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18.10 Uhr: Prof. Dr. M. Galliker: Bindungstheorie und/oder Ablösungstheorie?
Der personzentrierte Ansatz orientiert sich an der Bindungstheorie. Junge Menschen müssen jedoch nicht nur Beziehungen aufbauen, sondern sich auch von ihren primären Bezugspersonen lösen. Voraussetzung der Ablösung ist die Verständigung, bestehend aus möglichst kongruent verbalisierten Aktualisierungen von A, deren emotional zentrierten Wiedergaben durch B sowie der Akzeptanz dieser Wiedergaben durch A. Auf diesem Dreischritt basiert auch die Sinnverständigung, die es erst ermöglicht, übereinstimmende sowie sich unterscheidende Emotionen zu verbalisieren. Bedeutungs- und Sinnverständigung bringen zwischen zwei Personen etwas Drittes ins Spiel, das einen objektiven Charakter hat, aber zugleich subjektiv hervorgebracht, wiedergegeben und qualifiziert wird. Gelingt es dem Vater, sich mit der Mutter zu verständigen, vermag sich das Kind auch auf den Vater zu beziehen und sich von der Mutter allmählich zu lösen. Später erfolgen ähnliche Schritte auch gegenüber dem Vater und der ganzen Familie. Es werden alltägliche sowie therapeutische Dialoge angeführt, in denen die Ablösung behindert resp. gefördert wird.
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Dipl.-Psych. Bettina Jenny & Dipl.-Psych. Philippe Goetschel: Personzentrierte Gruppentherapie mit Kindern und Jugendlichen.
Verschiedene Studien haben gezeigt, dass Kinder-Gruppentherapie ein effizientes, adäquates und kostengünstiges Verfahren ist, um Kinder mit Defiziten der Sozialkompetenz zu behandeln. Wir haben im Rahmen unserer therapeutischen Arbeit im Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Zürich versucht, den personzentrierten Ansatz auf Kinder-Gruppentherapien zu erweitern und gleichzeitig in einem Forschungsprojekt zu evaluieren. Da es hierzu kaum Literatur gibt, waren wir darauf angewiesen, das meiste im Rahmen einer intensiven Auseinandersetzung mit dem personzentrierten Ansatz selbst zu entwickeln. So entstand z.B. ein Fragebogen zur Erfassung des Therapeutenverhaltens zur Prozessevaluation. Unterdessen haben wir in 7 Gruppen 35 Jungen behandelt und alle mit Abstand von 6 Monaten und 12 Monaten katamnestisch untersucht. Die Indikation besteht in einer Störung des Sozialverhaltens gem. ICD-10 (Störung des Sozialverhaltens mit oppositionellem, aufsässigem Verhalten, Hyperkinetische Störung des Sozialverhaltens, Störung mit sozialer Ängstlichkeit des Kindesalters, Kombinierte Störung des Sozialverhaltens und der Emotionen). Erste Ergebnisse sprechen für die Wirksamkeit der Interventionen. Die Sozialkompetenz und das Selbstwertgefühl konnten deutlich erhöht werden. Gleichzeitig wurde ein Abbau der angstbezogenen und aggressiven Symptomatik festgestellt.
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19.00 bis 19.15
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Schlusswort und Kurz-Encounter
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